Qualitätsmanagement

Ich bin Geschäftsführer und Steuerberater bei taxandor in Pforzheim. Seit 2015 ist die Kanzlei nach ISO 9001 zertifiziert und führt das DStV-Qualitätssiegel. Das heißt: Jedes Jahr kommt jemand von außen und sucht gezielt nach dem, was nicht funktioniert. Ich habe das so gewollt.

Ich komme aus der Prüfung, und wer prüft, muss sich prüfen lassen. Das ist keine Pflichtübung, sondern eine Haltung: Wer andere berät, muss aushalten, dass ein Auditor, ein Kollege oder ein Mitarbeiter den Finger auf die Stelle legt, die nicht stimmt. Ich will es genau wissen — und dafür brauche ich den Blick von außen. Im besten Fall treiben die Mitarbeiter den Verbesserungsprozess selbst; dann entwickelt sich die Kanzlei weiter, ohne dass jede Veränderung von oben angestoßen werden muss.

Derselbe Maßstab gilt für Systeme, die Mandanten einkaufen. Ein Abrechnungsportal lieferte für die Buchführung eines Marktplatz-Händlers nur Monatssummen — wie sie zustande kamen, wollte der Anbieter unter Berufung auf Geschäftsgeheimnisse nicht offenlegen. Eine Blackbox bucht man nicht: Statt der Auswertungen wurden regelmäßige Datenbankabzüge vereinbart und darauf eine eigene Kontierungslogik gebaut — die fachliche Vorgabe aus der Kanzlei, die Technik von lemmandor. Am Ende ließ sich jede Summe bis auf den Einzelposten auflösen.