Wie ich arbeite

Zwei Fälle, die zeigen, warum die Reihenfolge nicht verhandelbar ist — die Kurzform steht auf der Startseite.

Ein früher Fall, der meine Sicht geprägt hat

Schon früh in meiner beruflichen Laufbahn bekam ich einen komplexen Nachfolgefall auf den Tisch. Ein Unternehmer ohne eigene Kinder wollte sein Vermögen und seine Unternehmen für die nächste Generation ordnen — ohne die unternehmerische Kontrolle schon abzugeben. Die zuvor entwickelte Struktur war steuerlich sehr weit optimiert: Beteiligungen waren auf zahlreiche Personen und unterschiedliche Gesellschaften und Rechtsformen verteilt. Auf dem Papier ausgefeilt. In der Praxis entstand ein anderes Problem: Die Beteiligten waren über den Globus verstreut — sie für die einfachsten gemeinsamen Entscheidungen an einen Tisch zu bekommen, war organisatorisch ein Kraftakt. Der Unternehmer konnte vieles nicht mehr allein steuern, und aus einer steuerlich optimierten Struktur war eine organisatorisch schwer beherrschbare geworden.

Die Lektion, die geblieben ist: Die Frage „Was ist steuerlich optimal?“ darf nicht am Anfang stehen.

Ein Fall von heute: Wenn Lohn, Rechnung und Prozess derselbe Vorgang sind

Ein Mandant vergütet seine Mitarbeiter leistungsbezogen — je Leistungsart ein eigener Satz. Derselbe Arbeitsschritt muss dreimal ankommen: als nachvollziehbare Abrechnung für den Mitarbeiter, als Rechnung an den Auftraggeber, als strukturierter Datensatz für die Lohnabrechnung. Beim Vorgänger wurde das von Hand zusammengetragen — mit eigenem Personal, in einem Werkzeug, das für etwas anderes gedacht war, und mit entsprechendem Kontrollaufwand.

Heute läuft es in eigener Software, die lemmandor für ihn gebaut hat — eine minimalistische Umsetzung genau seiner Anforderungen: Leistungserfassung, Abrechnung je Mitarbeiter, Ausgangsrechnung, dahinter gepflegte Lohnarten, die direkt in die Lohn- und Finanzbuchführung übergehen, bis hinein in die Kostenstellen. Dazu Mindestlohnprüfung und Plausibilisierung auf Lücken und Doppelerfassungen. Nicht alles ist gelöst — die Erfassung liegt weiterhin auf Papier.

Was daran nicht selbstverständlich ist: Die Aufgabe war weder eine IT-Aufgabe noch eine steuerliche. Wer nur die Technik sieht, stellt mehrere Anwendungen nebeneinander und verbindet sie notdürftig — jede ein Standardpaket, bei dem der Mandant für alles Übrige mitbezahlt und mitwartet. Es braucht jemanden, der den Geschäftsprozess überblickt.

Eine konkrete Frage dazu? Schreib mir.